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„Ich hab doch nichts vorzuweisen.“ Doch. Du siehst es nur nicht.

· 5 Min. Lesezeit

Du öffnest eine leere Vorlage. Oben steht „Berufserfahrung“. Darunter blinkt der Cursor.

Du denkst an deine Kommilitonin, die schon zwei Praktika bei großen Firmen hatte. Und an dich: Studium, ein Sommerjob im Supermarkt, ein bisschen Nachhilfe. „Das interessiert doch niemanden“, denkst du. Und schließt die Vorlage wieder.

Wenn du dich darin wiedererkennst: Dieser Artikel ist für dich.

Niemand erwartet von dir zehn Jahre Erfahrung

Eine Firma, die eine Einstiegsstelle oder ein Praktikum ausschreibt, weiß, wen sie bekommt: jemanden am Anfang. Sie sucht nicht nach einer langen Liste von Jobtiteln. Sie sucht nach Hinweisen, dass du zuverlässig bist, dass du lernen willst und dass du schon einmal Verantwortung übernommen hast.

Und diese Hinweise hast du. Du hast sie nur nie so genannt.

Was alles zählt (und was du wahrscheinlich unterschätzt)

Der Nebenjob. Drei Sommer an der Supermarktkassa heißen: Du erscheinst pünktlich, hältst Stress aus und kannst mit Menschen umgehen, auch mit unfreundlichen. Das ist für fast jede Stelle relevant.

Das Ehrenamt. Jugendgruppe geleitet, beim Roten Kreuz mitgefahren, im Verein die Kasse geführt? Das ist Führung, Verantwortung und Organisation. Auf einem Lebenslauf wiegt das oft mehr als ein zweiwöchiges Schnupperpraktikum.

Uni-Projekte. Die Gruppenarbeit, bei der du am Ende alles zusammengeführt hast. Die Seminararbeit mit eigener Umfrage. Das ist Projektarbeit, und genau so darfst du es auch nennen.

Auslandserfahrung. Ein Erasmus-Semester zeigt, dass du dich in einem fremden Umfeld zurechtfindest. Das ist mehr als nur ein Zeitraum im Lebenslauf.

Das, was du nebenbei kannst. Du schneidest Videos für deinen Kanal? Du hast die Website für den Betrieb deiner Eltern gebaut? Das sind echte Fähigkeiten mit echten Ergebnissen.

So schreibst du es richtig auf

Der Unterschied zwischen „nichts vorzuweisen“ und „erstaunlich viel“ liegt oft nur in der Formulierung.

So steht es oft daSo liest es sich besser
Kassiererin, BillaKassa und Kundenservice in einer Filiale mit hoher Kundenfrequenz; Einschulung von zwei neuen Kolleginnen
NachhilfeMathe-Nachhilfe für 4 Schüler:innen über 2 Jahre; alle haben die Matura bestanden
Mitglied im FußballvereinKassierin im Verein: Mitgliedsbeiträge und Abrechnung für 60 Mitglieder
Gruppenprojekt MarketingMarktanalyse im 4er-Team, Leitung der Umfrage (120 Teilnehmende), Präsentation vor einem Partnerunternehmen

Das Muster ist immer gleich: Was hast du gemacht, für wen oder wie viele, und was kam dabei heraus? Zahlen helfen, aber nur echte. Erfinde nichts. Im Gespräch wirst du gefragt, und dann musst du es erzählen können.

Drei Dinge, die bei Berufseinsteigern oft schiefgehen

  1. Die Ausbildung steht ganz unten. Wenn sie dein stärkstes Argument ist, gehört sie nach oben. Mit Schwerpunkten und, wenn sie gut ist, deiner Abschlussarbeit.
  2. Leere Floskeln statt Belege. „Teamfähig, motiviert, belastbar“ schreibt jeder. Ein konkretes Beispiel sagt mehr als zehn Adjektive.
  3. Drei Seiten für wenig Inhalt. Am Anfang reicht eine Seite, höchstens zwei. Lieber knapp und stark als lang und dünn.

Von der leeren Vorlage zum ersten Entwurf

Das Schwierigste ist meistens nicht das Schreiben, sondern das Anfangen. Deshalb baust du bei Jobwerb Schritt für Schritt ein Profil auf: Ausbildung, Projekte, Auslandssemester, Sprachen. Nebenjobs trägst du einfach unter „Berufserfahrung“ ein. Daraus entsteht dein Lebenslauf, und Ehrenamt ergänzt du dort als eigenen Abschnitt. Und wenn du bei einer Formulierung hängst, hilft dir der Assistent im Profil, aus „Nachhilfe“ einen Satz zu machen, der zeigt, was du wirklich geleistet hast. Eingetragen wird nur, was du selbst bestätigst.

Auf jobwerb.ai kannst du Jobwerb kostenlos ausprobieren.

Und bis dahin: Nimm ein Blatt Papier und schreib alles auf, was du in den letzten drei Jahren neben der Schule oder dem Studium gemacht hast. Alles. Du wirst überrascht sein, wie voll das Blatt wird.